Lachyoga-Kauderwelsch


Im Lachyoga wird nicht nur gelacht und geatmet. Es wird auch über Lachyoga gesprochen und viele Dinge werden beim Namen genannt. Hier eine Übersicht der im Lachyoga gebräuchlichen Begriffe mit kurzer Erklärung.

Lachclub

Eine Lachyoga-Gruppe, die sich regelmäßig zum Lachen trifft. Lachclubs verstehen sich als sozialer Beitrag für andere Menschen. Der Eintritt dazu ist daher in der Regel kostenfrei, wenn von einem Lachclub die Rede ist.

CLYL oder CLYLT

Certified Laughter Yoga Leader (Training) – Eine nach Dr. Madan Kataria zertifizierte Lachyoga-Leiter-Ausbildung bzw. ein zertifzierter Lachyoga- Leiter/Lachyoga-Leiterin.

CLYT oder CLYTT

Certified Laughter Yoga Teacher (Training) Eine nach Dr. Madan Kataria zertifizierte Lachyoga-Lehrer-Ausbildung bzw ein zertifzierter Lachyoga- Lehrer/Lachyoga-Lehrerin.
Lachyogalehrer sind dabei Ausbildungslehrer für die Lachyoga-Leiter.

ho ho ha ha ha

Das HOHO HAHAHA ist der wichtigste Satz im “Lachland”. Du kannst ihn eigentlich immer und zu jeder Gelegenheit anbringen. Die lange Form wird für ausgedehntes Rezitieren genutzt. Ansonsten wird auch die Kurzform HOHO HAHA genutzt, was du zum Beispiel zur Begrüßung der Bewohner*innen oder im Vorbeilaufen schnell sagen kannst. Aber auch vor dem Essen wird es oft zweimal gesagt. Im Zweifel lieber einmal zu oft, als zu wenig.

sehr gut, sehr gut, yeeeah

Im “Lachland” ist es üblich, sich positiv zu bestärken, wenn man etwas gut gemacht hat – und das passiert sehr oft. Zu diesem Zweck gibt es das SEHR GUT SEHR GUT YEAH! Üblicherweise wird dazu zweimal in die Hände geklatscht und dann die Arme nach oben geworfen. Oft wird es auch in die Sprache aller Anwesenden übersetzt, manchmal auch in alle Sprachen, die den Anwesenden einfallen.

Dr. Madan Kataria

Indischer Arzt und Begründer des Lachyogas

Madhuri Kataria

Yogalehrerin und Ehefrau von Dr. Kataria

Lachsessen

Hoppla, das war ein Buchstabendreher – hier wird kein Fisch gegessen – da hat sich jemand verlesen. Es sollte eigentlich Lachsession heißen. Gemeint ist eine Lachyoga-Einheit.

Milchshake

hä? hä? hä? ha ha ha ha ha – so ungefair klingt eine der bekanntesten Lachyoga-Übungen. Man stelle sich vor, man habe rechts und links einen Becher in der Hand, mixt sich diesen wunderbaren laktosefreien, veganen Milchshake von einem Becher zum anderen und trinkt ihn abschließend mit großem Gelächter. Glücklicher kann man Milch nicht trinken 🙂

Lachdusche

Duschen ohne Wasser? Und dann auch noch mit Lachen beschenkt werden? Das geht! Bei dieser besonderen Dusche stehen ein paar Menschen im Innenkreis, während noch mehr Menschen im Außenkreis stehen. Der Innenkreis wird dabei mit ganz viel Lachen vom Außenkreis “geduscht”. Der Außenkreis läuft dabei auch noch seitlich um den Innenkreis herum – eine Wellnessdusche sozusagen. Ausziehen muss sich dabei übrigens niemand.

Kongress

Großversammlung von gaaanz vielen Lachyogis an einem vorher vereinbarten Ort. Jeder Kongress hat dabei ein bestimmtes Motto – z.B. “Expedition ins Lachland”. Und dann gibts auch noch seehr viele Workshops und Vorträge – mehr als man besuchen kann ohne sich aufzuteilen. Da Lachyogis von Natur aus sehr viel lachen, sind diese Kongresse die schönste Gelegenheit sich fortzubilden.

Lachland

Ein bisher kaum erforschtes Gebiet, in dem das Lachen sich so stark verbreitet hat, dass es kaum einem Forscher gelungen ist, bei seinen Untersuchungen ernst zu bleiben. Die teilnehmende Beobachtung war bisher die einzige Forschungsmethode, die im Lachland angewendet werden konnte. Die Grenzen zwischen Forschen und Lachen sind für die Wissenschaftler dabei so stark verschwommen, dass sie dabei selbst zum Objekt der Forschung wurden.

Lachyoga Connect

Großversammlung von gaaanz vielen Lachyogis an einem vorher vereinbarten Ort.
Den Satz hast du schonmal gelesen? Macht nichts. Connect ist das einmal jährlich stattfindende Netzwerktreffen aller Lachyogis in Deutschland. Während es auf den Kongressen vorrangig um die Wissensvermittlung zu Spezialgebieten des Lachyogas geht, stehen bei den Netzwerktreffen auch organisatorische Themen im Vordergrund. Wie präsentieren wir uns in den Medien? Welche Beiträge können wir mit Lachyoga für Schulen, Hochschulen, Kliniken, Senioren, Kinder u.v.m. leisten? Wie können wir mehr Studien und Forschungsarbeiten zum Thema Lachyoga initiieren?
Trotz der im Lachland bekannten forschungsmethodischen Einschränkungen treffen sich jedes Jahr viele motivierte Lachyogis und berichten über ihre Arbeitsgruppen.

Netzwerktreffen

Großversammlung von gaaanz vielen Lachyogis an einem vorher vereinbarten Ort.
Den Satz hast du schonmal gelesen? Macht nichts. Lies einfach bei “Connect” weiter…

Generalkonsulat

Ein Büro im hohen Norden des Lachlandes, in dem eigentlich immer gelacht wird. Auf diese Art und Weise entstehen von dort aus große Lachnetzwerke und manchmal sogar ganze Kongresse.

Lachverkehrsamt

verwaltet den kaum noch zu bändigenden Verkehr im Lachland. Durch fantasievolle und ebenso aufschlussreiche Texte über das Lachland entstehen dort sehr nützliche Wegweiser und sogenannte Einladungen, welche in ihrer Gesamtheit manchmal auch als Lachverkehrsordnung bezeichnet werden.

Lachbotschaft(er)

In Anerkennung an die zahlreichen Verdienste beim Aufbau des Lachlandes werden immer wieder mal LachbotschafterInnen ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wird vom obersten Lach-Guru persönlich vergeben. Das Wort Guru ist in seinem Herkunftsland Indien übrigens gar nicht so ungewöhnlich. Es bedeutet einfach nur (spiritueller) Lehrer.
Ähnlich wie im Generalkonsulat wird in den Büros der LachbotschafterInnen ebenfalls ständig gelacht. Ihre Büros sind so etwas wie ein Lach-Leuchttürme. Viele, die auf der Suche nach ihrem Lachen unterwegs sind,  werden durch die Leuchttürme schnell fündig.

Master-Trainer

Bürokratie wird im Lachland nicht besonders groß geschrieben. Anstelle des Leitsatzes “Ich verwalte also bin ich” gilt hier vielmehr die Überzeugung “Ich lache, also bin ich”
So ganz auf Hierarchien wurde im Lachland aber dennoch nicht verzichtet. In der Ausbildungstradition von unserem Lach-Guru Dr. Madan Kataria haben die Master-TrainerInnen die höchste Ausbildungsqualifikation. Sie dürfen die Lachyoga-LehrerInnen ausbilden, welche ihrerseits die AusbildsungslehrerInnen für die Lachyoga-LeiterInnen sind.

Gibberish

Amtssprache im Lachland und erstes Mittel der Wahl, um den Kopf mal für eine Weile abzuschalten. Kleinkinder sprechen diese Sprache meistens fließend: ein Brabbeln, das keine zusammenhängende Wörter kennt und trotzdem viel mehr sagt als tausend Wörter. Der Vorteil liegt auf der Hand: Man kann kein “dummes Zeug” reden und hat trotzdem alles gesagt!
Übrigens: Wenn du mal einen Wutanfall hast und keine verletzenden Wörter aussprechen willst – sprich einfach Gibberish. Die Wut ist verraucht und deine Umgebung wird früher oder später mit dir gemeinsam in ein Lachen einstimmen.
Gibberish ist nämlich eine urkomische Angelegenheit 🙂

Yoga-Nidra

Lege dich entspannt hin und schließe deine Augen. Richte deine Aufmerksamkeit nun auf deinen Körper und entspanne diesen in Gedanken von Fuß bis Kopf und von Kopf bis Fuß.
Nimm wahr, wie dein ganzer Körper nun entspannt ist.
Bewege nun langsam Hände und Füße. Lasse die Bewegungen allmählich größer werden. Vielleicht möchtest du dich strecken. Auch Gähnen ist erlaubt. Nimm dir die Zeit, die du brauchst, um mit dem Öffnen deiner Augen wieder ganz im Hier und Jetzt anzukommen.
Fühlt sich gut an, oder? Es empfiehlt sich, solche Texte (die natürlich sonst um einiges ausführlicher sind)  von jemand anderem sprechen zu lassen – oder mit dem Smartphone aufzunehmen und anschließend abzuspielen. Ansonsten hast du möglicherweise schon nach dem ersten Satz aufgehört 🙂 Wie der Name schon sagt, kommt Yoga Nidra aus der Yoga-Tradition. Um die Methode besser verkaufen zu können, wird sie manchmal auch Power-Napping genannt. 
Hinweis: Die Power sollte übrigens nicht beim Napping angewendet werden sondern nach dem Napping als Folge eintreten. Yoga ist kein Workout 🙂
Nidra bedeutet “Schlaf”. Man könnte Yoga Nidra also auch als Yoga-Schlaf bezeichnen. Tatsächlich geht es bei Yoga-Nidra darum, bei vollem Bewusstsein (also ohne wirklich zu schlafen) sich maximal zu entspannen. Für die fortgeschrittenen Yogis ist die Entwicklung und Erweiterung ihres Bewusstseins das A&O der Yoga-Praxis. Yoga-Nidra kann zu diesem Zweck auch mal gut und gerne über eine Stunde am Stück praktiziert werden.
Auch ohne diesen hoch gehängten Anspruch ist Yoga-Nidra eine wunderbare Entspannungsmethode, die gerne als Abschlussentspannung für (Lach)Yogastunden verwendet wird.

Arbeitsgruppen

Lachyoga macht kreativ. Und Kreativität bringt neue Ideen mit sich, deren Umsetzung auch Arbeit erfordern. Zum Glück lachen die Lachyogis sehr viel bei der Arbeit. Dadurch fühlt es sich oft gar nicht so sehr nach arbeiten an. Die Arbeitsgruppen sind bei den bundesweiten Netzwerktreffen (Connect) entstanden und widmen sich einzelnen Themenbereiche des Lachyoga. Die Themenbereiche reichen dabei von “gewöhnlichen” Lachyoga-Inhalten (z.B. Lachyoga mit Kindern und Jugendlichen) bis hin zu organisatorischen Fragestellungen (Aufbau einer Lachoyga-Organisation, Marketing, Ausbildungskonzepte etc).

Lachyoga-LeiterIn

In der Ausbildungstradition von unserem Lach-Guru Dr. Madan Kataria haben die Master-TrainerInnen die höchste Ausbildungsqualifikation. Sie dürfen die Lachyoga-LehrerInnen ausbilden, welche ihrerseits die AusbildungslehrerInnen für die Lachyoga-LeiterInnen sind.

Lachen ohne Grund

Häufig beobachtetes Verhalten bei Lachyogis und Lachyoga-Übung, bei der einfach so -ohne Grund- gelacht wird. Der Umstand, dass wir zum Lachen keinen Grund brauchen ist gleichzeitig eine der wichtigsten Erkenntnisse in der Lachyoga-Philosophie. Mit dem Leitspruch der Lachyogis wird dieses “komische” Verhalten etwas verständlicher:

“Wir lachen nicht weil wir glücklich sind, sondern wir sind glücklich weil wir lachen.”
(Dr. Madan Kataria)

Lachmeditation

Die vermutlich fröhlichste Form der Meditation, die es gibt. Wird oft am Ende einer Lachyogastunde durchgeführt. Alle beteiligten Lachen dabei ohne Grund. Im Gegensatz zu den anderen Lachyoga-Übungen wird bei der ursprünglichen Form der Lachmeditation kein absichtliches Lachen verwendet. Man fühlt dabei vielmehr nach innen und spürt den von dort kommenden Lachimpulsen nach oder lässt sich von dem Lachen der anderen anstecken.
Manche Lachyoga-LeiterInnen lassen aber auch das absichtliche Lachen zu. Die Lachmeditation kann z.B. als Raum verwenden werden, um sein eigenes Lachen in allen Stimmlagen auszuprobieren. Dadurch, dass die Lachmeditation keine Form vorgibt, können dabei tiefer liegende Anspannungen und Gefühle gelöst werden. Vom Lachflash bis zur emotionalen “Katharsis” (Reinigung) kann hier alles passieren. Um den Begriff Lachmeditation von der anschließend folgenden Abschlussmeditation sowie dem ursprünglichen Begriff der Meditation zu trennen, verwenden manche auch humorvoll den Begriff “Restelachen”. Bei der Lachmeditation werden schließlich alle Lachreste, die noch in uns sind, heraus gelacht..

Kontraindikationen

Lachyoga hat keinen Beipackzettel, aber es gibt trotzdem ein paar wenige “Gegenanzeigen” (Krankheitsbilder und Symptome), bei denen Lachyoga nicht oder nur eingeschränkt mitgemacht werden sollte. Aktuelle Details hierzu erfährst du bei den LachyogaLeiterInnen. Gut zu wissen: Lachyoga kann sehr oft auch dann noch angewendet werden, wenn andere Yoga- und Sportarten und wegen körperlicher Einschränkungen nicht mehr möglich sind.

Fake it until you make it

Leitspruch der Lachyogis. Wenn wir das absichtliche Lachen lange genug trainieren, kommt das “echte” Lachen meistens ganz von selbst.
Der Körper kann (bei gleicher Muskelbeanspruchung und Intensität) kaum zwischen einem echten und einem absichtlichem Lachen unterscheiden. Die oben beschriebenen Vorteile (siehe Was ist Lachyoga?) sind die gleichen.  
Da dem Gehirn “vorgegaukelt” wird, dass wir fröhlich sind, wirkt das absichtliche Lachen auf das innere Glückssystem und früher oder später wird es zum “spontanen” Gelächter.
Übrigens: Das gilt auch für alle anderen Emotionen. Schauspieler die oft eine “depressive” Rolle spielen, werden manchmal auch in ihrem Alltagsleben depressiv. Wer sich fröhlich fühlen möchte, sollte sich also lieber für das Lachen entscheiden… 🙂

Michael Stork